Zeitzeugin Maria Donner im Gespräch mit SchülerInnen der 3aMDX

Marie Donner – vor 80 Jahren musste sie Österreich verlassen – wurde im Gedenkjahr 2018 als Ehrengast von der Stadt Linz anlässlich der Buchpräsentation „Linz 1918/1938 – jüdische Biografien" von Magª. Verena Wagner, eingeladen, um ihre Geschichte zu erzählen. So auch am 24. Oktober bei uns an der Schule.

In der Bethlehemstraße 26 in Linz stand ein klassizistischer Tempel. Wie in so vielen Teilen Europas wurde er in der Novemberpogromnacht 1938 ein Rauch der Flammen. Marie Donner, geb. Spitz, die damals mit ihrer Familie als 8-Jährige in der Rabbinerkanzlei hinter der Synagoge notgedrungen wohnte, erzählte u.a. wie ihre Familie dennoch aus dem versperrten Raum fliehen konnte. Sie berichtete vom Kindertransport nach England, von ihrem Leben dort in zwei Lagern, bei einer Gastfamilie und ihrer Überfahrt nach Amerika, die sie nur deshalb überlebte, weil sie die erste Passage verpasste (welche sank), da sie sich heimlich einen Shirly Temple Film ansah. 

„Es ist eine Sache in Geschichtsbüchern über die dunkle Vergangenheit unseres Landes zu lesen, doch eine ganz andere, die Erfahrungsberichte einer Person zu hören, die sie wirklich miterlebt hat". Zitat eines Schülers